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Bitcoin fällt Richtung 80.000 Dollar: US-Inflation schürt neue Zinsängste

Überraschend hohe Inflationszahlen aus den USA ziehen den Bitcoin-Kurs nach unten. Hält die Marke von 80.000 US-Dollar?

Jan-Malte Minnerup
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Das Bild zeigt einen US-Dollar-Schein.

Beitragsbild: Shutterstock

| Steigende Energiepreise halten die Inflation hoch und damit auch den Druck auf risikoreiche Anlagen wie Bitcoin

Die Hoffnung auf eine schnelle Erholung am Kryptomarkt hat einen neuen Dämpfer erhalten. Überraschend hohe Inflationszahlen aus den USA sorgen für einen Rücksetzer bei Bitcoin wieder in Richtung 80.000 US-Dollar. Außerdem verzeichnen die amerikanischen Bitcoin-ETFs nach einer kurzen Erholung wieder Kapitalabflüsse.

US-Inflation belastet den Bitcoin-Kurs

Wie das US-Arbeitsministerium gestern mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat im September um 3,7 Prozent. Im August hatte die Inflationsrate dagegen noch bei 3,4 Prozent gelegen und Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Vor allem die steigenden Energiepreise trugen zur höheren Teuerung bei. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Lebensmittel- und Energiepreise ausgeklammert werden, lag bei 2,6 Prozent.

Damit wächst der Druck auf die amerikanische Notenbank Federal Reserve und an den Finanzmärkten wird inzwischen wieder verstärkt über eine weitere Zinserhöhung diskutiert, was risikoreiche Vermögenswerte wie Bitcoin für Anleger weniger attraktiv macht. Die Verunsicherung zeigt sich aber auch an den Aktienmärkten, wo der technologielastige Nasdaq nach den Zahlen fast zwei Prozent an Wert verlor.

Noch stärker fielen die Verluste an den asiatischen Aktienmärkten aus. Der südkoreanische Leitindex KOSPI brach zeitweise um mehr als acht Prozent ein, woraufhin die Börse den Handel für 20 Minuten aussetzte. Vor allem die großen Halbleiterhersteller Samsung und SK Hynix verloren erheblich an Wert. Außerdem gab der japanische Nikkei zeitweise rund fünf Prozent nach. Neben den gestiegenen US-Inflationszahlen sorgen Zweifel an der Rentabilität milliardenschwerer KI-Investitionen für Verunsicherung.

Bitcoin-ETFs verzeichnen erneut Abflüsse

Zusätzliche Unsicherheit liefern die jüngsten Kapitalbewegungen bei den US-amerikanischen Spot Bitcoin ETFs. Insgesamt flossen am Mittwoch netto 261,4 Millionen US-Dollar aus den Anlageprodukten ab. Besonders deutlich fiel der Kapitalabzug bei Fidelity mit 152,7 Millionen US-Dollar und BlackRock mit 110,9 Millionen US-Dollar aus. Damit hat der Markt die Zuflüsse vom Dienstag in Höhe von 175,7 Millionen US-Dollar wieder vollständig verloren. Sollte Bitcoin die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar unterschreiten, könnte sich der Abwärtstrend weiter verstärken.

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