Pessimistische Prognose 

Bitcoin-Absturz nach den US-Midterms? Historisches Muster beunruhigt Experten

Nach den zurückliegenden US-Zwischenwahlen folgten jeweils heftige Bitcoin-Korrekturen. Warum ein Experte jetzt den nächsten BTC-Kursrutsch befürchtet.

Tobias Zander
Teilen
Bitcoin-Münze vor rotem Hintergrund

Beitragsbild: Shutterstock

| Kurzfristig könnten die US-Zwischenwahlen den Bitcoin-Kurs belasten

Eine Rückeroberung der psychologisch wichtigen 100.000 US-Dollarmarke durch Bitcoin im laufenden Handelsjahr wird immer unwahrscheinlicher. Auf der dezentralen Wettplattform Polymarket liegen die Chancen dafür aktuell bei nur noch 18 Prozent, korrigierte der BTC-Kurs am Samstagnachmittag doch zeitweise auf 79.160 US-Dollar. Laut dem populären Krypto-Analysten Ali Martinez droht kurzfristig sogar ein weiterer Abverkauf, denn am 3. November stehen die US-Zwischenwahlen an, die in den vergangenen Wahlzyklen jeweils deutliche Bitcoin-Korrekturen nach sich zogen.

Im Jahr 2010 fiel der Bitcoin-Kurs um 72 Prozent, gefolgt von Rückgängen um 65 Prozent im Jahr 2014, 52 Prozent im Jahr 2018 sowie 27 Prozent im Jahr 2022. Zwar betont der Experte, dass Korrelation nicht gleich Kausalität bedeute, doch “die Beständigkeit des Musters verdient Aufmerksamkeit”. Auch die Performance im vierten Quartal mahne zur Vorsicht: Drei der vergangenen vier Midterm-Jahre schlossen negativ ab, lediglich 2010 verbuchte Bitcoin in seiner absoluten Frühphase ein Plus von 391 Prozent.

Warum die 73.000 US-Dollarmarke den Bitcoin-Kurs auffangen könnte

Sollte der Verkaufsdruck nach den Wahlen zunehmen, wird laut Martinez vor allem ein Niveau entscheidend für die weitere Kursentwicklung: 73.000 US-Dollar. Auf diesem Preisniveau liegt aktuell die realisierte Kostenbasis kurzfristiger Halter, die den durchschnittlichen Einstiegspreis dieser Investorengruppe abbildet. Ein Bitcoin-Rücksetzer dorthin fungiert dem Analysten zufolge als wichtiger Test dafür, “ob Käufer noch bereit sind, den übergeordneten Aufwärtstrend zu verteidigen”.

Martinez rechnet rund um den 3. November mit erhöhter Volatilität. “Mein zentrales Abwärtsniveau liegt bei 73.000 US-Dollar”, legt sich der Analyst fest. Sollte der Kurs in diese Zone fallen, würde er selbst zunächst auf Signale einer Erschöpfung der Verkäufer und wieder einsetzende Nachfrage warten, bevor er eine Long-Position erwäge. Eine nachhaltige Erholung aus diesem Bereich würde das bullishe Szenario für Bitcoin stärken. Welches Potenzial Insider und Community in den nächsten sechs Monaten sehen, erfahrt ihr in diesem Artikel: “Bitcoin-Kurs bis April 2027: Die Prognose der Profis“.

Das könnte dich auch interessieren